Auf DEM Weg sein .... oder .... Zu DEM Weg finden

Das Leben im Prinzip erfassen wollen setzt voraus, sich über die Thematik des Erscheinens hier auf Erden Gedanken zu machen. Wenn dieses Interesse, diese Neu-Gier auftaucht, dann lädt man mit unzähligen Fragen auch all die Antworten dazu ein. Einer meiner Fragen drehte sich um den Sinn des Lebens, den Sinn des täglichen Abmühens und die Bewältigung der elendiglich lang scheinenden Zeit, auch wenn diese mit Geburtstagen, Urlauben und Feiertagen usw. aufgelockert (unterbrochen) werden sollte. Das führte u.a. zu der subjektiven Erkenntnis, dass es nur zwei Arten oder Typen von Menschen gibt. Nämlich diejenigen die sich der Sinnsuche hingeben und diejenigen die diese Aufgabe von sich weisen oder vor sich herschieben. Die einen sind "auf dem Weg" (Aufbruch, Suche) und die anderen laufen auf der "Straße der Verlierer" (Tagträumer, Arbeitssoldat oder Humanist).

Der Verlierer (nicht abwertend gemeint) ist sich theoretisch im Klaren darüber, dass er mit Beendigung des jetzigen irdischen Lebens alles verlieren wird, dennoch wird es ihn zeitlebens nicht effektiv kümmern. Ein von Kindheit an publizierter mystischer trostspendender Ersatzort alias Himmel soll nach dem Dahinscheiden allen irdischen Verlierern ein dauerhaftes Glück bescheren, und dieses kindlich indoktrinierte Bild reicht völlig aus, um bis knapp vor der Ziellinie (der Tod) maximal entspannt zu bleiben.

Ein weiteres Indiz für den Verlierer ist, dass er sich niemals übers Verlieren Gedanken macht. Es sind Menschen die vom Erscheinen hier auf Erden so geblendet und geistig vereinnahmt werden, dass für sie Gedanken über die Existenz nicht aufkommen, und daher "Alles" andere im Leben Vorrang erhält. Der Verlierer versetzt sich in eine Komfortzone mit einer dicken Schutzhülle herum, ein selbstgeschaffener Ort der geistigen Isolation (Abschottung vom Ewigen). Sein Lebensinhalt besteht aus einem steten Tun und Habenwollen ohne anhalten, oder anhalten zu können

Ausnahmslos jeder weiß intim, dass er seine angesammelten materiellen Güter, seine Freunde und Familie (enttäuscht, schmerzlich) verlieren, besser gesagt zurücklassen und aufgeben wird. Es gibt daher aus einer einfachen Logik nur sehr wenig zu verschönern. Genau dieses nüchterne nicht verzerrte Bild führt in Richtung der Metapher: "Auf dem Weg sein".

Aus dem Dilemma, des unausweichlichen Verlierens, keinen Verdruss zu schaffen, sondern sich einzig und allein DEM GEWINNEN ZUZUWENDEN, ist Vernunft.

Das ist die Thematik von "Setup your Soul", das ist "auf dem Weg sein", und das beginnt mit drei sinnerfassenden Grundsatzfragen.

WOHER komme ich, WOHIN gehe ich, und was ist in der Spanne zwischen KOMMEN und GEHEN, der SINN des Erscheinens?

Diese Fragen sind wie ein Mahlstein, der immer wieder im Kreis läuft und seine Arbeit tut und er zermalmt alles was ihm unterkommt und führt in letzter Konsequenz zum GEWINN. Dem nicht kommunizierbaren Gewinn der SELBSTERKENNTNIS.

Ein "Setup your Soul" (Startschuss zur Seelenarbeit) wie es hier beschrieben wird, ausgelöst von innigster Sehnsucht nach Gewinnen oder ausgelöst durch bittere Angst vor Verlust (Existenzangst), ist keine Methode, es ist kein Novum und keine Innovation, sondern es bedeutet schmucklos "wissen WOLLEN", entstaubt durch einen neuzeitlichen Programmierausdruck. Ein solches Setup ist eine Orientierungshilfe und ein Konzept. Ein Setup für die Seele zu wollen bedeutet nach dem Wissen der uneingeschränkten Existenz zu suchen. Der Mensch wehrt sich um des Teufels Willen gegen die Öffnung hin zu diesen Fragen, denn es scheint als gebe es keine lohnenden Antworten darauf. Das stimmt aber nicht.

Materie - Raum und Zeit sind eine Illusion - es existiert nur die Gegenwart und folglich ist alles WISSEN immer gegenwärtig existent. Diese Antworten existieren hier und jetzt und nicht irgendwann in einem erhofften "Himmel" irgendwo.

Mit konstantem "Wissen-Wollen" (Wissbegier) beginnt ein Wegfall konventioneller Denkprogramme, ein Auflösen trivialer Verhaltensmuster, es ist ein Weg der einem im Falle des Beschreitens durchaus bekannt vorkommen mag. In allerlei altertümlichen oder auch neuzeitigen Überlieferungen sei es Prophetisches, Biblisches oder Mystisches taucht so etwas wie die GOTTESSUCHE auf, und der Weg des Gewinnes führt genau zum Ziel.

Eine eingrenzende SUBJEKTIVITÄT (die Vorstellung vom souveränen Menschsein) versperrt den Blick auf das UNPERSÖNLICHE ESSENTIELLE - DAS GÖTTLICHE - DIE URSACHE SELBST. Das alles scheint so einfach und absolut logisch, doch der Mensch wird durch Abstrusitäten wie ein Urknallszenario was einen göttlichen Daseinsbeweis um hunderte Milliarden Jahre verschieben soll weichgekocht und in die Irre geführt, ebenso wie man ein Himmelreich in eine imaginäre Zukunft verschiebt. Ein darwinsches Evolutionsmärchen ist lediglich ein Gespenst mit dem man Menschen um den Verstand und somit weg vom Erkennen seiner augenblicklichen Präsenz bringen will. Gott kann und braucht sich nicht evolutionieren, er (DAS) kann im Hier und Jetzt erkannt werden, und der Kraftstoff dazu ist der Wille. Die wirkliche Evolution ist nicht das Hoffen auf ein Irgendwann, sondern die Revolution gegen die Verblendung.

Der Mensch wird zum Sucher nach Gott nach SEINEM URSPRUNG. Er sucht das Unsichtbare, das Unantastbare, das Unhörbare; er sucht nach der alles bewegenden Ursprungskraft und/oder nach der Un-Sterblichkeit oder Ewigkeit.

Der Wille führt zum Ende des Verlierens.

Auf DEM Weg - Setup your Soul

In einer reinen Stille kann völlig überraschend - ohne jegliche Vorahnung - der "Sinn des Da-Seins" oder "So-Seins" aus der Tiefe des Geistes heraufdämmern, und das Ende des Verlierens ist ganz plötzlich da, und dann ist es der größte Gewinn. Es ist die Konfrontation mit der Ewigkeit, die keinen Verlust mehr kennt. Der SUCHENDE und das GESUCHTE wird in einem Moment des Erkennens zu EIN und DEMSELBEN.

Für jemand der sich mit dieser Thematik noch nicht befasst hat, kann das hier Beschriebene unmöglich verständlich sein, denn unser Geist sieht sich als selbstständig agierende - nach freiem Willen handelnde Person - und definiert sich selbst mittels allerlei Eigenschaften. Eine sich als PERSON wahrnehmende Identität kann einzig und allein nur Verlieren; Verlieren hat eine Einfärbung von Trauer und Angst. Doch man kann auch falsche Vorstellungen verlieren, und sich von Verlustgefühlen befreien. Die Vorstellung von einem konkretem "Ich als Person" ist kein Gewinn, kann auch nie ein Gewinn sein und bietet weder Halt noch die erhoffte Sicherheit. Das irreale Ego-Ich kann nur in Angstträumen voll mit stolzem Ehrgeiz (um Ehre geizen) - Egoismus und Narzissmus erlebt werden; aber solche Illusionen enden voraus-sichtlich mit Verlust, Trübsal, Leiden und Verdruss.

Der sogenannte Himmel ist ein Zustand der zeitlosen Erinnerung außerhalb von Raum und Zeit und dem Ende der Verleugnung der Herkunft. DAS ist die wissentliche Existenz an sich, und diese Existenz ist ein Gewinn der sich nicht verlieren lässt - ein ewiger GEWINN. Der Gewinn ist zeitlos, er beendet die Hilflosigkeit ein Gefangener in der Zeit zu bleiben.

Zusammengefasst:
Es scheint das herkömmlich Normalste der Welt zu sein, dass da eine nach freiem Willen handelnde Person tagein tagaus ihren Verpflichtungen nachgeht. Diese "Realität" wird durch Kindheit, Gesellschaft, Kirche, Schule usw. geschaffen und führt nach einer überschaubaren Spanne zum traurigen Gesamtverlust - zum "Loslassenmüssen" zum sog. Tod oder Sterben. Solange diese Sichtweise den Geist kontaminiert und in einer angsthaften Beugehaft hält, befindet man sich am "Weg der Verlierer". Wenn aber Zweifel und Verlustängste ins subjektive Dasein kommen - kann ein Wechsel hin zu "AUF DEM WEG" erlebt werden. Dann wird das vordergründige sinnliche Leben, das bisher einem Rollenspiel glich - sich allmählich selbst verlieren (verblassen), und mit diesem Verlust wird ein großartiger (göttlicher) Hintergrund zum Vorschein kommen;
das ist der einzige wahre immerwährende Gewinn....

D. Schmidt

info@setup-your-soul.at